Die Teilnahme an einem einzelnen Seminar ermöglicht einen Einblick in die Erschließungsmethodik
der objektiven Hermeneutik und gibt eine erste Einführung in die kommunikations-
und sprachtheoretischen Grundlagen des Verfahrens. Dazu gehört auch die
Erläuterung der Kunstlehre, die auf die Bestimmung einer Fallstrukturhypothese
in der Durchführung der Analyse zielt.
Erst die Teilnahme am
sechswöchigen Studiengang ermöglicht aber eine Einübung der Methodik,
die in die Lage versetzt,
eine Analyse selbständig durchzuführen. Sie dient der Verstetigung
der Interpretationspraxis und der Vertiefung von theoretischen Grundlagen
durch die Teilnahme an mehreren Seminare, die unterschiedliche inhaltliche
Schwerpunkte haben.
Ferner vermittelt der Studiengang einzelne, besondere Fähigkeiten. Dazu gehört
u.a. die Recherche und angemessene Darstellung ‚objektiver Daten’ aus
einer Biographie und ihre systematische Auswertung, Interviewtechniken
und Gesprächsführung, das Erstellen von Protokollen und die Analyse heterogener
Materialien unter Beachtung besonderer Probleme, zum Beispiel bei der
Analyse fremdsprachlicher Texte oder nichtsprachlichen Materials.