IHSK   Abteilung IIIWeiterbildung › Geisteswissenschaften

 

"Werk-, Quellen- und Dokumentenanalyse in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Eine Einführung in die objektiv-hermeneutische Sequenzanalyse"

Der Workshop ermöglicht es Kollegen, sich mit den methodischen Verfahren der objektiven Hermeneutik anhand einer ersten exemplarischen Analyse von Material praktisch vertraut zu machen.

Ausgangspunkt ist die Analyse des von den Teilnehmern aus ihren laufenden Forschungsprojekten zur Verfügung gestellten Materials. Im Zentrum steht die detaillierte sequenzanalytische Rekonstruktion der Sinn- und Bedeutungsstrukturen dieses als Ausdrucksgestalt interpretierten Materials, was eine Überprüfung der Aussagekraft und der Relevanz des Materials für die jeweilige Fragestellung und eine erste Modellbildung für die Beantwortung der Fragestellung ermöglicht. Die Analysen werden bedarfsweise ergänzt durch methodologische Erwägungen und Querverweise auf konkurrierende Verfahren und die entsprechenden einschlägigen Theoriedebatten.

Die Teilnehmer werden eingeladen, möglichst solche Materialien mitzubringen und vorzuschlagen, die ihnen für ihre Arbeit auf der einen Seite besonders wichtig sind und auf der anderen aber auch Auswertungsprobleme bereiten. Die Materialien müssen nicht sprachlicher Art sein, sondern können aus Ausdrucksgestalten anderer Materialität bestehen (Fotos, Reproduktionen von Kunstwerken aller Art, Video- und Tonaufzeichnungen, architektonische Grundrisse etc.).

Literaturbeispiele:

  • Axel Jansen, Individuelle Bewährung im Krieg. Amerikaner in Europa, 1914-1917, Frankfurt/New York, Campus Verlag, 2003
  • Matthias Jung, "Zur objektiv-hermeneutischen Interpretation des Symbolguts prähistorischer Kulturen am Fallbeispiel des ‚Entenvogels‘ der Urnenfelderzeit", in: T. L. Kienlin (Hg.), Die Dinge als Zeichen: Kulturelles Wissen und materielle Kultur. Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie 127, Bonn 2005, 229–38
  • Peter Münte, "Institutionalisierung der Erfahrungswissenschaften in unterschiedlichen Herrschaftskontexten. Zur Erschließung historischer Konstellationen anhand bildlicher Darstellungen", Sozialer Sinn, Heft 1, 2005, S. 3-44
  • Ulrich Oevermann, "Beckett’s 'Endspiel' als Prüfstein hermeneutischer Methodologie. Eine Interpretation mit den Verfahren der objektiven Hermeneutik. (Oder: Ein objektiv-hermeneutisches Exerzitium)", in: Hans-Dieter König (Hg.), Neue Versuche, Becketts Endspiel zu verstehen. Sozialwissenschaftliches Interpretieren nach Adorno, Frankfurt/Main, Suhrkamp 1996, S. 93–149
  • Lorenz Rumpf, Naturerkenntnis und Naturerfahrung – Zur Reflexion epikureischer Theorie bei Lukrez, München 2003 (Zetemata 116)

Der Workshop findet in Frankfurt a. M. statt. Der nächste Termin steht noch nicht fest.

Leitung: n.n.

Die Teilnahmegebühr beträgt € 350.-.

> Download der Workshop-Broschüre (PDF-Datei)

> Zur Anmeldung (in neuem Browser-Fenster)

 

Seite aktualisiert am 24.09.2007 16:30


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