IHSK   Vorstand & Mitarbeiter

 

Vorstand

Prof. em. Dr. Ulrich Oevermann (Vorsitzender des Vorstands, geb. 1940) hat im Rahmen seiner sozialisationstheoretischen und familiensoziologischen Forschungen die Methodologie der Objektiven Hermeneutik seit 1969 entwickelt und sich seit seiner Berufung nach Frankfurt a.M. auf eine Professur für Soziologie mit dem Schwerpunkt Sozialpsychologie (1970) darum bemüht, diese Methodologie und die aus ihr ableitbaren Verfahren auf möglichst vielen Gegenstandsgebieten zu erproben und mit möglichst vielen Datentypen aus den Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften zu konfrontieren. Dieser Prozeß kann seit ca. 15 Jahren als abgeschlossen gelten. Seitdem hat er sich intensiv um eine Umsetzung dieser Methodologie in die Praxis, d.h. in die klinische Soziologie und Sozioanalyse, bemüht. Seine wichtigsten Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind neben der Familiensoziologie und Sozialisationsforschung die Theorie der Professionalisierung, die Rekonstruktion von Deutungsmustern und Habituskonstruktionen, die Sprach- und Wissenssoziologie, sowie die Soziologie der Religiosität.

Dr. habil. Andreas Franzmann (stellvertretender Vorsitzender, geb. 1967) hat in Frankfurt am Main Philosophie, Soziologie und Psychoanalyse studiert und mit einer Arbeit über Hegel abgeschlossen. Seine Dissertation ist der empirischen Überprüfung eines soziologischen Modells des Intellektuellen in der modernen Öffentlichkeit gewidmet und behandelt mit der Sequenzanalyse Texte aus der Affäre Dreyfus (1894-1906). Er war als wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Forschungsprojekt „Struktur und Genese professionalisierter Praxis als Ortes stellvertretender Krisenbewältigung“ beschäftigt und dort mit dem Fokus Wissenschaft betraut. In diesem Rahmen arbeitete er u.a. an Forschungsfragen zur Reproduktionsmedizin. Seine Habilitation befasst sich mit einem grundlagenwissenschaftlichen Modell zum Habitus des Forschers. Seit 2000 ist er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Objektive Hermeneutik.
E-Mail: a.franzmann AT ihsk.de

Prof. Dr. Roland Becker-Lenz (geb. 1963), Dipl.-Sozialarbeiter und Dipl.-Soziologe, war mehrere Jahre als Sozialarbeiter in der Jugendarbeit und als Soziologe in Praxisforschung und Praxisberatung im Feld der Sozialen Arbeit tätig. Er ist Professor für Soziale Arbeit an der FH Nordwestschweiz. Seine Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind die Sozialisationstheorie, die Professionalisierungstheorie sowie Methoden und Theorien Sozialer Arbeit.
E-Mail: r.becker AT ihsk.de

PD Dr. Axel Jansen (geb. 1969) hat sein Studium der Geschichte 1995 an der University of Oregon (Eugene, USA) abgeschlossen und wurde 2001 vom Fachbereich Neuere Philologien der J. W. Goethe-Universität Frankfurt im Fach Amerikanistik mit einer Arbeit über die Motivationsstruktur von amerikanischen Kriegsfreiwilligen in der Zeit des Ersten Weltkrieges promoviert. In seiner Habilitationsschrift hat er sich mit der Rolle der Wissenschaft als Profession im sich erst konsolidierenden amerikanischen Nationalstaat des 19. Jahrhunderts befaßt. Axel Jansen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und Privatdozent für das Fach Amerikanistik an der Universität Frankfurt.
E-Mail: a.jansen AT ihsk.de

PD Dr. Matthias Jung (geb. 1968) studierte in Frankfurt am Main und Mainz Linguistik, Philosophie, Soziologie sowie Ur- und Frühgeschichte und schloss das Studium mit einer religionssoziologischen Gemeindeuntersuchung ab. Er promovierte 2004 mit einer methodenkritischen, die Anwendung der Objektiven Hermeneutik auf materielle Kultur erprobenden Arbeit („Zur Logik archäologischen Handelns“) und reichte 2007 seine Habilitationsschrift ein, welche die Motivationsstrukturen von Hobbyarchäologen in Abgrenzung von der professionalisierter Wissenschaftler einerseits und illegaler Raubgräber andererseits zum Gegenstand hat. Er war Mitarbeiter in dem DFG-geförderten Forschungsprojekt „Praxis als Erzeugungsquelle von Wissen“. Seine Forschungsschwerpunkte sind Religionssoziologie, Sozialstrukturen archaischer Gesellschaften sowie die Hermeneutik materieller Kultur.
E-Mail: m.jung AT ihsk.de

Mitarbeiter

Manuel Franzmann, M.A. (geb. 1968) studierte in Freiburg, Berlin und Frankfurt am Main Philosophie, Soziologie und Psychoanalyse und schloss mit einer Arbeit über John Searles Sprechakttheorie ab. Danach arbeitete er am religionssoziologischen Lehrstuhl von Monika Wohlrab-Sahr in Leipzig, im soziologischen Forschungsprojekt "Entsolidarisierung und ihre sozialen und politischen Folgen" von Hartmut Neuendorff an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Dortmund und schließlich im soziologischen Forschungsprojekt "Praxis als Erzeugungsquelle von Wissen" von Ulrich Oevermann im DFG-Sonderforschungsbereich "Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel". Derzeit arbeitet er an einer religionssoziologischen Dissertation zur Strukturlogik säkularisierter Lebensführung und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Forschungsprojekt des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung NRW zur Implementation des "Beschäftigungszuschusses" (SGB II, §16e) für Langzeitarbeitslose. Seine Forschungsschwerpunkte sind Religionssoziologie, insbesondere Säkularisierungstheorie, Adoleszenzkrisenbewältigung der heutigen Jugendgeneration, 'Krise der Arbeitsgesellschaft', Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, professionalisierungstheoretische Schul- und Unterrichtsforschung.
E-Mail: a.franzmann AT ihsk.de

Eva Daniels studierte Soziologie in Frankfurt am Main. 2001 schloss sie ihr Studium mit einer Diplomarbeit über die Professionalisierungsbedürftigkeit rechtspflegerischer Berufe ab. Seit 2002 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Sonderforschungsbereich/ Forschungskolleg 435 „Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel“ der Universität Frankfurt, Teilprojekte „Struktur und Genese der Professionen als Ort der stellevertretenden Krisenbewältigung“ (2002 – 2004) und „Praxis als Erzeugungsquelle von Wissen“ (seit 2005).
E-Mail: e.daniels AT ihsk.de

Martina Leber studierte in Frankfurt am Main Psychologie, Psychoanalyse und Soziologie. Ihr Studium schloß sie ab mit einer Arbeit über Supervision. Nach dem Diplom in Psychologie arbeitete sie zunächst in einer Klinik und erwarb dann als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Ulrich Oevermann Forschungserfahrung mit der Objektiven Hermeneutik, insbesondere auf dem Gebiet der Psychotherapieforschung. Martina Leber absolvierte eine gruppenanalytische und psychoanalytische Ausbildung und arbeitet heute in niedergelassener Praxis in Frankfurt.

Dr. Sascha Liebermann (geb. 1967) studierte Philosophie, Soziologie und Psychoanalyse in Frankfurt am Main. Für seine Dissertation „Die Krise der Arbeitsgesellschaft im Bewußtsein deutscher Unternehmensführer. Eine Deutungsmusteranalyse" wurde er vom Fachbereich Gesellschaftswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität promoviert (Betreuer: Prof. Dr. Ulrich Oevermann). Weitere Veröffentlichungen u.a. zu Fragen der Professionalisierungstheorie, der Politischen Soziologie und der Wirtschaftssoziologie. Zuerst war er wissenschaftlicher Mitarbeiter, dann wissenschaftlicher Assistent an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Technischen Universität Dortmund. Seit dem Jahr 2000 ist er als Gutachter in der Kinder- und Jugendhilfe tätig. Er verfügt über langjährige Forschungserfahrung mit der Objektiven Hermeneutik.
E-Mail: s.liebermann AT ihsk.de

Silke Müller (geb. 1977) studierte in Frankfurt am Main Soziologie und hat ihr Studium 2003 mit einer Diplomarbeit, die den Titel "Spuren des Bewährungsproblems in archaischen Mythen" trägt, abgeschlossen. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz und arbeitet an einer Dissertation zu dem Thema "Berufswahl und Bewährung am Beispiel von Berufen der Sozialen Arbeit".

Dr. Peter Münte ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung der Universität Bielefeld. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die Wissenschaftssoziologie und die Professionalisierungstheorie.

Christian Pawlytta (Dipl.-Soz.) studierte in Frankfurt am Main Soziologie und arbeitet an einer Dissertation zur Frage der Professionalisierung der bildenden Kunst am Fall der historischen Gebilde der Sezessionen. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist der Bereich der Schul- und Unterrichtsforschung.
E-Mail: c.pawlytta AT ihsk.de

Julia Ritter (geb. 1984) studiert in Frankfurt am Main Soziologie, Geschichte und Volkswirtschaftslehre. Zur Zeit schreibt Sie ihre Diplomarbeit zu Inititiationsriten in schriftlosen Kulturen; ihr Interesse gilt außerdem der Religionssoziologie. Frau Ritter ist wissenschaftliche Hilfskraft am IHSK. E-Mail: j.ritter AT ihsk.de

Anne Schäfers hat in Frankfurt Soziologie, Germanistik und Pädagogik studiert (M.A.). Seit April 2005 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin
am Lehrstuhl Oevermann, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Universität Frankfurt, und arbeitet an einer Dissertation über die Arzt-Patient-Beziehung in der Reproduktionsmedizin.
E-Mail: a.schaefers AT ihsk.de

Dr. Johannes Twardella (geb. 1963) studierte Germanistik, Sozialwissenschaften und Philosophie in Münster und Frankfurt am Main. Nach dem ersten Staatsexamen (1992) promovierte er in Soziologie mit einer Arbeit über den Koran („Autonomie, Gehorsam und Bewährung im Koran. Ein soziologischer Beitrag zum Religionsvergleich“). Es folgte ein Refrendariat an zwei Frankfurt Schulen, das im Jahre 2000 mit dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen wurde. Danach arbeitete er mehrere Jahre lang als Lehrer an einem Frankfurter Gymnasium. Seit 2006 ist er Pädagogischer Mitarbeiter am Institut für die Pädagogik der Sekundarstufe an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten der Religionssoziologie, der Bildungssoziologie und der qualitativen Unterrichtsforschung.
E-Mail: j.twardella AT ihsk.de

Linie

Je nach Problemstellung stehen weitere Mitarbeiter aus verschiedenen Fächern zur Verfügung.

 

Seite aktualisiert am 03.11.2009 10:56

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